Dienstag, 16. September 2014

Platz schaffen!

Bevor wir jetzt mit dem neuen Projekt los legen und ihr euch zum ersten Mal in die Planung eurer Garderobe stürzt, ist es immer ein guter Anfang den Kleiderschrank erst einmal auszumisten. 

Wichtig: seid ehrlich! Ihr habt das Teil, sagen wir, zwei Jahre nicht mehr angehabt? Die Chancen stehen nicht gut, dass ihr es wieder anziehen werdet. Ausnahme: Schwangerschaften und das erste Lebensjahr eures Kindes. Da ist der Körper noch so im Veränderungsprozess, dass danach noch alles möglich ist.

Am leichtesten fällst mir das Ausmisten, wenn ich den Kleiderschrank in einem Gang ausmiste. Und dabei die Kinder aus dem Schlafzimmer verbanne… 
Dabei aber nicht alles auf einmal herausräumen, weil ich dann von den Kleiderbergen (die ja zu reduzieren ist) einfach überfordert bin. 

Ich räume immer Regalfach für Regalfach aus und sortiere in vier Stapel:
* Mülleimer
* Weggeben
* Mal sehen
* Lieblingsstücke

Eigentlich sind die Kategorien fast selbsterklärend:
Die Kleidungsstücke der letzten Kategorie (Lieblingsstücke) sind die, die ihr oft und gerne tragt. Diese kommen sofort wieder in den Kleiderschrank. 

Für den Mülleimer sind Sachen bestimmt, die jenseits aller Reparatur kaputt sind oder die ihr einfach nicht mehr reparieren wollt. Ein Klassiker dafür sind auch einzelne oder durchlöcherte Socken!  Diesen Stapel legt ihr übrigens am besten vor die Tür und wenn ihr dann das nächste Mal durch die Tür wollt, müsst ihr ihn hochnehmen und dann werft ihr den Stapel gleich in den Müll. Und jetzt kommt der wichtige Teil: ihr holt unter gar keinen Umständen wieder etwas heraus!!!

Den Weggeben-Stapel könnt ihr am Ende noch weiter unterteilen. Die Sachen, die noch gut aussehen versuche ich zum Beispiel zu verkaufen. Dann gibt es Sachen, über die sich vielleicht Freundinnen freuen. Und dann gibt es die Sachen, die vielleicht unmodern sind, die ich dann gerne an Kleiderkammern spende. Dort landen aus Prinzip auch immer meine selbstgestrickten Pullover. Dieser Stapel sollte übrigens innerhalb einer Woche weitergeleitet werden und auch hier ganz wichtig: nichts mehr daraus in den Stapel Mal sehen umsortieren!

Die Kategorie Mal sehen wird wohl den größten Teil ausmachen. Denn dort sollen auch alle Teile landen, an denen ihr irgendwie hängt, von denen ihr euch aber nicht trennen wollt. Oder solche Sachen, die eigentlich ganz ok sind, aber es einfach nicht in die Rubrik Lieblingsstücke geschafft haben. Für diesen Stapel gibt es zwei Vorgehensweisen: entweder ihr packt den gesamten Stapel in den Keller und alles, was ihr nach einem Jahr nicht vermisst habt, wird weg gegeben. Oder (und das ist die Variante, die ich bevorzuge), ich lege den Mal-sehen-Stapel mit dazu, wenn ich meinen aktuellen Capsule Wardrobe zusammenstelle. Entweder ich ergänze dann ein Teil daraus oder eben nicht. Aber auch so werden diese Sachen dann nach spätestens zwei Jahren Nichtverwendung weggegeben. Aber ganz unter uns: für ein oder zwei Erbteile, an denen man wirklich sehr hängt, kann man schon mal ne Ausnahme machen. Nur nicht zu sehr ausdehnen. ;)

So, dann mal viel Spaß und gutes Schaffen! 

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